HomeUnabhängige Vermög ...
RSS

Uwe Zimmer, Meridio AG

Arabien lockt Anleger

Arabien hat über die Jahrhunderte immer wieder Menschen in seinen Bann gezogen. Heute fasziniert die Region mit ihrer Aufbruchstimmung. Aber auch harte Fakten sprechen für Anlagen dort.
Bild vergrößern
Arabien lockt Anleger

So begünstigt der gestiegene Rohölpreis die wirtschaftliche Erholung in den Ländern des Golfkooperationsrats, deren Volkswirtschaften immer noch stark vom Öl abhängen. Dazu kommt, dass in der Region mehr als 1,5 Billionen Dollar in Infrastrukturprojekte investiert werden, was die Wirtschaft enorm anschiebt. Das Geld stammt zu einem guten Teil von Staatsfonds mit langfristigen Interessen, die die ehrgeizigen Wachstumspläne der Regierungen der Region unterstützen. Das Volumen wird dabei auf mehr als 2 Billionen Dollar geschätzt.

Günstige Bewertungen
Darüber hinaus sind die Aktien der Region eher niedrig bewertet. Etwa in Katar: Getragen von der Ausweitung der Gasexporte wird ein Wirtschaftswachstum von 14,2 Prozent für 2010 erwartet. Das ist die weltweit höchste Wachstumsrate. Katars Wirtschaft profitiert von der starken Unterstützung durch die Regierung, besonders im Industriesektor: 59 Prozent der Projektausgaben der Regierung gehen in die industrielle Entwicklung. Gestärkt wird der Aufschwung durch sinkende Preise, der Verbraucherpreisindex sank um 7,4 Prozent nachdem er 2008 mit plus 15 Prozent noch enorm stark zugelegt hatte. Aktien sind gemessen an den Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV) günstig, die Gewinnmargen der Firmen gehören zu den höchsten weltweit.

Obwohl wir davon ausgehen, dass die hohen Gewinnmargen Katars eher für höhere Kurse sorgen müssten, wird der Markt noch immer bei einem KGV von rund 9,9 gehandelt. Das ist ein Abschlag von 21,2 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Schwellenländer.

Beispiel Saudi-Arabien
In Saudi-Arabien sorgt der steigende Ölpreis für höhere Exporteinnahmen. Schätzungen gehen von 2,6 Prozent Wirtschaftswachstum für 2010 aus, was vor allem dem Banksektor zugute kommen sollte. Die saudi-arabische Wirtschaft ist nur in geringem Maße fremdfinanziert und erzielt dauerhafte Überschüsse. Wir gehen davon aus, dass die Regierung die rückläufige Inflation nutzt, um die großen Infrastrukturprojekte schneller voranzutreiben.

Trotz der Irritationen um Dubai erwarten wir nicht, dass Investments in Nordafrika und dem Nahen Osten (MENA-Region) davon in Mitleidenschaft gezogen werden. Dubai trägt lediglich sechs Prozent zur gesamten Wirtschaftsleistung des nahen Ostens bei. Zwei Drittel der anstehenden Projekte in Saudi-Arabien gehören zu den Bereichen Infrastruktur, Öl und Gas und sind gut finanziert verglichen mit 66 Prozent der ausstehenden Immobilienprojekte in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zudem erwarten wir in den meisten regionalen Wirtschaften ein starkes Wirtschaftswachstum 2010. Projekte wie Staaten sind finanziell gut aufgestellt, so dass keine Notwendigkeit zur Kreditaufnahme besteht. Gute Chancen also für Investments in der Region.

zurück

 


Weitere Links zu diesem Thema:

Gottfried Urban, Vorstand Neue Vermögen AG Traunstein
Friedrich Huber, Huber Reuss & Kollegen GmbH
Dr. Ekkehard Wiek, Geschäftsführer der W&M
Bisherige Veröffentlichungen