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Eckart Langen v. d. Goltz – Geschäftsführer der PSM Vermögensverwaltung Grünwald

Schicksalsjahr 2012 - Geld drucken oder Bankrott gehen

Expertentipps | 30.03.2012

Eckart Langen v. d. Goltz
Eckart Langen v. d. Goltz

Die jetzige Finanzkrise können die Regierungen und Banken ohne Hilfe der Notenbanken finanziell nicht mehr bewältigen. Alle bisherigen Maßnahmen samt Rettungsschirm führen weder aus der Schuldenkrise noch sorgen sie für notwendiges Wachstum. Es wird höchste Zeit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) für noch mehr Liquidität sorgt.

Der Eurozone droht 2012 eine Rezession. Spätestens wenn in Deutschland der Abschwung spürbar wird, wächst der Druck auf die EZB die Staatshaushalte zur Konjunkturankurbelung zu finanzieren. Noch in diesem Jahr wird die EZB gezwungen sein, ähnlich wie die USA, Japan und Großbritannien, für mindestens 500 bis 1.000 Milliarden Euro Staatsanleihen schwacher EU-Länder sowie Bankanleihen zu kaufen. Denn ohne die Hilfe der EZB können weder Regierungen noch Banken ihre Verbindlichkeiten bedienen. Sonst droht der „Super-Gau.“ Entweder lassen die Notenbanken die Weltwirtschaft in Geld ertrinken oder sie riskieren eine Neuauflage der großen Depression der 30er Jahre, mit sinkendem Wohlstand, Massenarbeitslosigkeit, noch höheren Staatsschulden und sozialen Unruhen.

Massive Käufe von Staatsanleihen durch die EZB führen weder zu einer starken Inflation noch zu einer Währungsreform. Ökonomen, die das behaupten, betreiben reine Panikmache. Einzig eine boomende Wirtschaft mit gleichzeitig starken Reallohnerhöhungen und einer damit verbundenen Steigerung der Massenkaufkraft könnten einen stärkeren Anstieg der Inflation hervorrufen.

Wachsen und mehr Liquidität schaffen  ist besser, als einen Bankrott der Weltwirtschaft zu riskieren. Durch rigoroses Sparen wird es zu keinem Schuldenabbau kommen. Ganz im Gegenteil, die Staatsschulden werden, wie in der 30er Jahren, weiter ansteigen.
Wir brauchen Wachstum und nicht Stillstand. Sonst ufert die Schuldenkrise noch weiter aus. Die Weltwirtschaft gleicht einem verschuldeten Unternehmen. Entweder muss sie expandieren oder irgendwann den Konkurs anmelden. Jede Rezession bringt den Schuldenturm zum Einsturz. Wir sind zum Wachstum verdammt, sonst können wir die andauernd steigende Schuldenlast nicht mehr bezahlen.

Jedes Wachstum in einer freien Wirtschaft beruht auf immer mehr Krediten und höherer Verschuldung. Wird dieser Prozess aufgehalten, verzichtet man automatisch auf mehr Wohlstand. Auch unser Rentensystem beruht auf Wachstum. Soll dies alles zusammenstürzen, nur weil die Inflation phasenweise steigen kann? Eine Welt ohne immer mehr Schulden ist eine Illusion, die Konsequenz wäre eine erneute Depression.
Trotz Inflation erhöhte sich seit 1950 in allen Industriestaaten der Wohlstand. Die kontinuierliche Schuldenaufnahme hat Wachstum und Wohlstand geschaffen. Das soll jetzt zu Ende sein? Solange der Wert der Summe aller produzierten Güter gleich schnell oder schneller wächst als die angehäuften Schulden, besteht keine Gefahr. So gab es in der Vergangenheit in Deutschland immer wieder Inflationsschübe. In D-Mark gerechnet hat unsere Währung seit 1948 bis heute rund 95 Prozent an Wert verloren. Trotzdem hat sich der reale Wohlstand erhöht. Diese Tatsache wird von vielen Ökonomen verschwiegen.
Viele Aktien sind günstig bewertet und locken momentan mit hohen Dividendenrenditen zum Einstieg. So lange aber nicht eine Gesamtlösung der Weltschuldenkrise in Aussicht steht, bleibt diese Anlageklasse zu riskant. Auch vermeintlich preiswerte Aktien können schließlich noch billiger werden. Edelmetalle wie Gold sowie andere Rohstoffe bleiben untergewichtet. Erst wenn eine echte Chance auf eine weltweite Erholung der Wirtschaft besteht, sollten Anleger wieder stärker investieren.

Wenn Preis und Lage stimmen, können Immobilien für den Eigenbedarf sinnvoll sein. Immobilien als Kapitalanlage sind angesichts hoher Preise dagegen nicht ratsam. Das Renditeniveau ist selbst in Top-Lagen verschwindend gering. Von der Idee, ein Depot á la Markowitz zu diversifizieren, hält die PSM Vermögensverwaltung nicht viel. Wer breit streut, erhöht damit keineswegs die Sicherheit. Vielmehr gilt es, sich vorübergehend immer noch auf hochliquide Staats- und Unternehmensanleihen von Schuldnern mit bester Bonitätsnote zu konzentrieren. Es ist zwar schmerzhaft, auf viel Geld zu geringen Zinsen zu sitzen, aber wesentlich schmerzhafter wäre es, damit Dummheiten anzustellen.

Zugegeben, die internationalen Finanzproblem zu Jahresbeginn 2012 sind gewaltig. Doch im Grunde nicht viel anders als zu Zeiten Julius Cäsars, der Medici, der Fugger oder der Rothschilds. Das Geld war krank, die Staaten überschuldet und der Steuerzahler wurde nach allen Regeln der Kunst geschröpft. Heute wie damals sind private Vermögen fast immer noch denselben Gefahren ausgesetzt. Nach über 46-jähriger Erfahrung im Finanzgeschäft haben wir von der PSM Vermögensverwaltung trotz aller Gefahren für die Weltwirtschaft keinerlei Weltuntergangsängste.

Einer der Grundprinzipien für die Erfolgsstrategie der PSM Vermögensverwaltung lautet: Wer mit Aktien dauerhaft Geld verdienen will, muss an der Börse geduldig warten, bis er einen Euro für 50 Cent einkaufen kann. Nur wer Qualitätsaktien zu vernünftigen Preisen kauft, kann auch über das Jahr 2012 mit diesen das meiste Geld verdienen.

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