GGEW AG

GGEW AG vergrößert Verwaltungsgebäude

Bergstraße/Odenwaldkreis | 27.07.2010

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Die GGEW AG braucht Platz. Mit einem Anbau an das bestehende Verwaltungsgebäude an der Dammstraße will der kommunale Energieversorger auf drei Geschossen insgesamt 18 neue Büros und Besprechungsräume schaffen, um die derzeit beengte Situation für die 150 Mitarbeiter zu verbessern und gleichzeitig auch eine Reserve für die Zukunft zu haben. Darüber informierte GGEW-Bereichsleiter Reinhold Keil den Magistrat, der seine wöchentliche Sitzung nach Ortsterminen an der Gartenstraße und im Basinus-Bad bei der GGEW AG an der Dammstraße fortgesetzt hatte.

Wie Keil für den in Urlaub befindlichen GGEW-Chef Dr. Peter Müller ausführte, soll im September der Spatenstich für den Neubau erfolgen, damit die Erweiterungsmaßnahme noch vor der 125-Jahr-Feier des Unternehmens 2011 abgeschlossen ist. Der Anbau, bei dem auch eine Unterkellerung vorgesehen ist, ist mit einem Kostenvolumen von rund 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Im Rahmen der Baumaßnahme ist auch eine Modernisierung des Altbaus vorgesehen, wobei es insbesondere auch um den Einsatz alternativer Energieversorgung geht, wie etwa der Erweiterung der Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäudedach.

 

Der am Erlensee in Bickenbach geplante Solarpark sei dagegen gescheitert. Aufgrund der geänderten Gesetzeslage sei die Rentabilität des Projektes nicht mehr gegeben gewesen, worauf die Investition gestoppt worden sei, so Keil. Die hier vorgesehenen 5,5 Millionen Euro sollen jetzt in andere Projekte für alternative Energien fließen.

Die bereits investierten rund 750 000 Euro seien aber nicht verloren. Laut Keil entfalle der weitaus größte Teil der geleisteten Ausgaben auf die Wechselstromanlage und die Verkabelung. Beides könnte weiter verwendet beziehungsweise veräußert werden.

Informiert wurde auch kurz über das Projekt „BARD 1“, an dem die GGEW AG über die SüdWestStrom Windpark GmbH beteiligt ist. Der Offshore-Windpark wird derzeit rund 80 Kilometer nordwestlich vor Borkum in der Nordsee gebaut. Drei der insgesamt 80 Windräder stehen bereits in etwa 40 Meter Wassertiefe. Die Einspeisung der auf hoher See erzeugten Energie ins Netz erfolgt nach der Fertigstellung der ersten acht Anlagen und wird dann sukzessive ausgebaut. Im Herbst 2011 soll der erste kommerzielle Windpark komplettiert sein und die 80 riesigen Windräder jährlich rund 1,6 Terawattstunden Strom produzieren. Damit könnten etwa 400 000 Haushalte versorgt werden.

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