Bergstraße/Odenwaldkreis | 21.11.2011
Odenwald-Dialog: Die Veranstaltung zum Thema Klimaschutz am 29. November stellt Lösungen in der Stadt- und Regionalentwicklung zur Diskussion.
Die Odenwald-Akademie veranstaltet mit Unterstützung des Europe-Direct-Informationszentrums den nächsten Odenwald-Dialog. Er findet am Dienstag , dem 29. November 2011 in der Wandelhalle (Elisabethenstraße) in Bad König statt. Das Thema heißt „Klimaschutz – Lösungen in der Stadt- und Regionalentwicklung“. Beginn ist um 19:00 Uhr.
Der Odenwaldkreis wird aktiv im Klimaschutz
Die Europäische Union hat sich im Bereich Energie und Klimaschutz auf eine so genannte integrierte Strategie geeinigt. Diese soll bis zum Jahr 2020 ehrgeizige Ziele verfolgen. Sie will Europa auf den richtigen Weg zu einer umweltgerechten Zukunft mit einer CO2-armen, energieeffizienten Wirtschaft führen. Der Odenwaldkreis hat sich auf dem zukunftweisenden Gebiet des Klimaschutzes eine Vorreiterrolle erarbeitet. Auf vielfältige Weise ist der Odenwaldkreis bereits aktiv geworden. Mehrere Auszeichnungen durch das Land Hessen belegen die Bedeutung der Kreis-Initiativen eindrucksvoll. So wurde man zum Beispiel als „Klima-Region“ ausgezeichnet.
Klimaschutz – Lösungen in der Stadt- und Regionalentwicklung
Über „Klimaschutz – Lösungen in der Stadt- und Regionalentwicklung“ sprechen am 29.11.2011:
Moderieren wird Professor Johann-Dietrich Wörner, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (Köln), früher Präsident der Technischen Universität Darmstadt. Wer beim Odenwald -Dialog in Bad König dabei sein möchte, sollte sich unter der Rufnummer 06062 70-385 oder per E-Mail - dialog@odenwaldkreis.de – anmelden.
Zusammenarbeiten statt aneinander vorbei planen
Dr. Bettina Brohmann: „Klimaschutz muss sinnvollerweise auf der lokalen und regionalen Ebene alle Bereiche integriert adressieren. Stadtentwicklung, Planung und Management von öffentlichen Gebäuden, Investitionen von Unternehmen. Und nicht zuletzt die Bewohnerinnen und Bewohner als Verbraucher können ihren jeweils wichtigen Beitrag leisten. Hier ist in den vergangenen Jahren oft aneinander vorbei geplant und investiert worden. Damit eine Integration gelingen kann, müssen Rahmensetzung und Unterstützung von Bund und Land passgenau angeboten werden“.
Klimawandel: Eine Bedrohung für alle
Christian Falkowski: „Klimawandel, vor allem durch menschliche Einwirkung, ist zu einer Bedrohung für alle geworden und verlangt nach Lösungen durch alle. Das Ziel ist den globalen durchschnittlichen Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen. Beiträge dazu müssen von Land und Stadt geleistet werden durch effiziente, dezentrale Energie-Erzeugung, emissionsarme Transportsysteme und massive Energieeinsparung bei Gebäuden und Haushalten“.
Methoden kombinieren
Prof. Dr. Ing. Rolf Katzenbach: „Für einen nachhaltigen Klimaschutz ist es notwendig, die traditionell unterschiedlichen Methoden von Stadt- und Regionalentwicklung zu kombinieren: Durch eine zukunftsorientierte Planung ist es möglich, die wirtschaftliche Stärke und kulturelle Attraktivität von Städten und die Eigenständigkeit von Regionen gewinnbringend zu verknüpfen. Anhand erfolgreich umgesetzter Beispiele werden die Potentiale der Energieeinsparung im Gebäudebereich aufgezeigt“.
Regionales Engagement für den internationalen Klimaschutz
Florian Voigt: „Ein regionales Engagement für den internationalen Klimaschutz kann zu einem zugkräftigen Wachstumsmotor in ländlichen Räumen werden. Maßnahmen zur Energie-Effizienz und die Umstellung der Rohstoff- und Energieversorgung auf regenerative Quellen stärken regionale Wirtschaftskreisläufe und lokale Arbeitsplätze. Über die Dezentralisierung und Re-Kommunalisierung der Energieerzeugung entstehen hierbei eine direkte Bürgerbeteiligung sowie eine verstärkte Akzeptanz für Aufwendungen, Umstellungen und Einschnitte bei nötigen Klimaschutzmaßnahmen“.
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