Freitag der 13.

Mathematisch erwiesen: Freitag der 13. bringt Unglück

Bergstraße/Odenwaldkreis | 13.05.2011

Unglückstag Freitag der Dreizehnte; Foto Fotolia
Unglückstag Freitag der Dreizehnte; Foto Fotolia

Der ein oder andere heute vielleicht mit einem mulmigen Gefühl aufgestanden: Es ist Freitag, der Kalender zeigt zudem noch die 13 an. Eine unheilvolle Kombination - und es kommt noch schlimmer: Dass der Freitag der 13. mehr Risiko birgt als andere Tage, ist sogar mathematisch nachgewiesen.

Zahllose Referenzen in Liedern und Gedichten, unzählige Filme inklusive einer elfteiligen Horrorfilm-Reihe unter dem Titel „Freitag der 13.“. Fällt der 13. eines Monats auf einen Freitag, gilt dies als definitiver Unglückstag – was schief gehen kann, geht auch schief. Und der Unglücksrabe hat an einem solchen Tag seinen großen Auftritt, so glaubt man. Doch welchen tatsächlichen Hintergrund hat dieser alte Aberglaube?

Mathematische Begründung für Freitag der 13.?

Diese Frage stellten sich im Rahmen des Deutschen Weiterbildungspreises 2010 zwei Mathematiker. Sie versuchten die Legende vom Unglückstag Freitag der 13. mathematisch zu belegen. Und Prof. Dr. Heinrich Hemme und Jochen May kamen zu einem erstaunlichen Ergebnis: Freitag der 13. ist tatsächlich mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Unglückstag als beispielsweise Donnerstag, der 13.

Schaltjahre lösen das Problem

Begründen wollen Hemme und May das Phänomen Freitag der 13. mit den Schaltjahren. Ein Schaltjahr – so die mathematische Definition – liegt vor, wenn sich die Jahreszahl ohne Rest durch 400 teilen lässt. Außerdem sind auch die Jahre Schaltjahre, deren Jahreszahl sich durch 4, nicht aber durch 100 teilen lässt. Danach umfasst der Schaltjahreszyklus 400 Jahre – und innerhalb dieser Periode fällt der 13. häufiger auf einen Freitag als auf einen anderen Wochentag.

Mehr Freitage – mehr (Un-)glück

An dieser Stelle kommt die Statistik ins Spiel: Geht man von der Annahme aus, dass ein Unglück an jedem Tag mit der gleichen Wahrscheinlichkeit eintreten kann, erhöht sich mit der Häufigkeit, mit der ein 13. auch ein Freitag ist, entsprechend die Chance, dass an einem Freitag, dem 13. ein Unglück passiert. Damit ist natürlich noch nichts darüber gesagt, was jeder Einzelne an einem solchen Freitag zu befürchten hat – ebenso wenig, ob diese statistische Auffälligkeit ausschließlich auf Negativ- und nicht genauso auf Positiv-Ereignisse zutrifft.

Mathematik greifbar machen

Was die Rechnung über Freitag den 13. aber eigentlich zeigen sollte: Mathematik-Unterricht kann unendlich viel mehr sein als nur trockenes Jonglieren mit abstrakten Zahlen und Werten im scheinbar luftleeren Raum. Dieses Konzept nennen Hemme und May „Mathematik Anders Machen“. Dabei geht es in erster Linie darum, auf Wissen neugierig zu machen und lebenslanges Lernen als Chance zu begreifen. Die Mathematiker Hemme und May haben das Thema „Freitag der 13.“ genutzt haben, um Lehrern zu zeigen, wie sie den Mathematikunterricht praxisnäher gestalten können. Aber auch andere Ansätze bieten viele Möglichkeiten und Potenziale, einen der kostbarsten Rohstoffe der Gesellschaft zu mehren: die Bildung.

Freitag der 13. – Finalist im Weiterbildungspreis             

Das Weiterbildungskonzept „Mathematik Anders Machen“, zu dem die unterhaltsame „Freitag der 13.“-Rechnung gehört, war unter den Finalisten des Deutschen Weiterbildungspreises 2010, ausgeschrieben vom Essener Haus der Technik. Auch in diesem Jahr suchen die Veranstalter wieder zukunftsweisende Weiterbildungskonzepte – jeder, der ein entsprechendes Projekt oder Konzept im Bereich der beruflichen Weiterbildung erarbeitet hat, ist zur Teilnahme aufgerufen. Auf die Einreichung derartiger Konzepte freuen sich die Initiatoren des Deutschen Weiterbildungspreises.

Über den Deutschen Weiterbildungspreis           

Der Deutsche Weiterbildungspreis wird alljährlich durch das renommierte Weiterbildungsinstitut Haus der Technik in Essen verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Ziel des Preises ist es, den Stellenwert der Weiterbildung in der Öffentlichkeit zu verdeutlichen und die Arbeit an der Qualität der Lehre zu fördern. Die unabhängige sechsköpfige Jury besteht aus renommierten Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Wettbewerbsbeiträge für die nächste Ausschreibungsrunde können ab April 2011 eingereicht werden.

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