Darmstadt/Dieburg | 18.08.2010
Kreisbereisung
Die erste Sommertour als Landrat führte Klaus Peter Schellhaas nach Groß-Umstadt, Mosbach, Gundernhausen, Groß-Zimmern, Babenhausen, Raibach, Griesheim, Lengfeld und Ober-Ramstadt.
„Ich freue mich auf die Tour durch den Kreis und auf viele interessante Gespräche mit den Menschen im Landkreis“ so der Landrat zum Start seiner ersten Kreisbereisung, wie der Zwei-Tages-Trip in früheren Zeiten genannt wurde.
In Groß-Umstadt informierte sich der Landrat wenige Tage vor Schulbeginn an der Max-Planck-Schule über aktuelle Themen am einzigen Gymnasium des Landkreises und sagte Schulleiterin Dr. Margarethe Sauer die Unterstützung des Schulträgers zu, um die Ausstattung der Schule weiter zu verbessern.
Im Schaafheimer Ortsteil Mosbach übergab Landrat Schellhaas 100.000 Euro für die Dorferneuerung Mosbachs. Dort sollen zwei Natursteinmauern im Ortskern und das ortsbildprägende Feuerwehrhaus saniert werden. „Mosbach ist ein charmantes Fleckchen, landschaftlich schön gelegen mit vielen engagierten Menschen“, äußerte sich Schellhaas während der Fahrt durch den Bachgau zum Termin im Schaafheimer Ortsteil. „Dorferneuerung ist immer auch Wirtschaftsförderung vor Ort“ erläuterte der Landrat und frühere Modautaler Bürgermeister im Mosbacher Bürgersaal.
Im Roßdörfer Ortsteil Gundernhausen und in Babenhausen ging es um einen Nachbarschaftskonflikt und um Verkehrsfragen an den Ortsdurchfahrten.
„Ich möchte für die Bürger Ansprechpartner und Vermittler sein, Türöffner, wenn sich Situationen festgefahren haben“, erklärte Landrat Schellhaas zu seiner Rolle während seiner Tour.
Dabei stets an seiner Seite: Der Bürgerbeauftragte des Landkreises, Manuel Feick. Er hatte die L-Tour vorbereitet, Termine vereinbart, Vorgespräche geführt und Informationen zusammengestellt. Zu jedem Termin gab es für den Verwaltungschef eine Mappe mit Unterlagen und Materialien.
Auch zum Termin an der Otzberger Heydenmühle, wo es für einen Lehrkräutergarten, der Bestandteil der Route der Regionalgärten werden soll, 10.000 Euro Fördermittel gab. In der ehemaligen Mühle leben rund 80 Menschen mit und ohne Behinderung, wird durch handwerkliches Arbeiten, künstlerisches Schaffen und landwirtschaftliche Betätigung ein Miteinander erreicht: „Beeindruckend, was in der Heydenmühle geleistet wird“, so Landrat Schellhaas.
In Groß-Zimmern gab es für Bürgermeister Achim Grimm rund 8000 Euro Fördermittel für den Naturerlebnisraum an der Waldschule, die Revierförster Martin Starke und der Förderverein mit großem Einsatz betreibt. Der Landrat: „Die Waldschule ist uns wichtig als Lern- und Erlebnisort für Kindergärten, Schulen, Familien und weitere Naturinteressierte. Hier werden Menschen für das Ökosystem Wald und seine Zusammenhänge begeistert.“
Auf wenig Begeisterung stößt im Groß-Umstädter Stadtteil Raibach das Vorhaben, dort weitere Windräder zu installieren. Im Gespräch mit der engagierten „Bürgerinitiative gegen Windräder in Raibach“ gab es für den Landrat wichtige Informationen zum aktuellen Stand der Dinge aus Sicht der Windrad-Gegner.
Auf dem Tour-Plan des Landrates standen auch Besuche bei Unternehmen in der Region. So informierte sich Schellhaas beim südhessischen Postdienstleister Maximail in Griesheim bei Prokurist Lars Bach über die Zukunftspläne des Unternehmens. „Wir arbeiten als Kreis mit Maximail zusammen und unterstützen so dieses innovative Unternehmen“, erläuterte Schellhaas vor Ort. Den Landrat, der zu Studentenzeiten auch als Briefzusteller in Darmstadt und Eberstadt unterwegs war, beeindruckte vor allem die große Sortieranlage und die notwendige Logistik, die ihm in Griesheim vorgestellt wurde.
In Ober-Ramstadt traf Landrat Schellhaas bei seinem Besuch der Caparol-Firmengruppe mit dem Senior des Unternehmens, Dr. Klaus Murjahn und Geschäftsführer Rainhard Reucker zusammen.
„Caparol ist mit seinen Farben, Lacken und Lasuren Marktführer in Deutschland, Österreich und der Türkei und wir sind stolz darauf, dass dieses konzernunabhängige Familienunternehmen seinen Stammsitz bei uns im Landkreis hat“, freute sich der Landrat nach einem Besuch der Produktionshallen.
Am Ende der L-Tour machte sich Landrat Schellhaas auf in 38 Meter Höhe. Der Produktionsturm der Caparol-Gruppe bot einen beeindruckenden Blick auf den vorderen Odenwald: „Lebensqualität, liebenswerte, engagierte Menschen, Wirtschaftskraft und Entwicklungsdynamik machen unseren Landkreis Darmstadt-Dieburg in der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main-Neckar aus“, so das Fazit des Landrats in luftiger Höhe.
Für Manuel Feick, den Bürgerbeauftragen des Kreises, geht es jetzt an die Nachbereitung, bevor er im Sommer 2011 wieder zum Reiseleiter wird, wenn der Landrat auf Tour geht. (ho)