BWV Rhein-Main

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Frankfurt am Main | 06.09.2010

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„Versicherung? – Bloß nicht!“. Diese Aussage müssen sich die Ausbilder der Versicherungsunternehmen am Gemeinschaftsstand der Wiesbadener Ausbildungsmesse immer wieder anhören, sprechen sie die Schüler auf eine Ausbildung zur/zum Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen an.

Die Rückfrage nach den Gründen jedoch offenbart, dass meist nur allgemeingültige Vorurteile übernommen werden. Wer sich etwas intensiver mit dem Berufsbild befasst, wird erkennen, dass es sich hierbei um eine sehr abwechslungsreiche und vielseitige Tätigkeit handelt.

Was aber macht die Branche denn für Schulabgänger und Hochschulabsolventen attraktiv? Die Welt verändert sich von Tag zu Tag. Technik, Wirtschaft, Gesellschaft unterliegen einem ständigen Wandel. Die vielen Risiken, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, lassen sich natürlich nicht vollends ausschließen. Aber wer hat kein Interesse daran, diese zu minimieren und dafür Sorge zu tragen, dass die Folgen im Falle eines Falles möglichst gering bleiben? Hier sind wir bei der Kernaufgabe der Versicherungswirtschaft. Für die Versicherungsunternehmen gehört es dabei zum Alltagsgeschäft, sich mit der Zukunft zu befassen, um die Produkte den Risiken und dem Bedarf entsprechend sowie die Beratung zielgerichtet und individuell auszurichten. Heute schon bieten die Versicherer ihren Kunden eine Rundum-Versorgung mit professioneller Beratung und Service aus einer Hand.

Um diese Herausforderungen auch künftig zu meistern, wird qualifizierter Nachwuchs immer wichtiger. Dabei ist die Versicherungswirtschaft mit ihren Strukturen und den einzelnen Branchen so vielseitig, dass sie sehr viele Neigungen und Interessensgebiete anspricht. In der Kundenberatung im Außendienst sind Kontaktfreudigkeit und guter Ausdruck wichtige Voraussetzungen. Wer dann auch noch Spaß daran hat, Menschen verantwortungsvoll in ihrer Lebensplanung zu unterstützen, ist hier genau richtig. Auch im Innendienst stehen gute kommunikative Fähigkeiten im Vordergrund und die Fähigkeit, im Team zu arbeiten.

Jenny Höppner* ist als Fachoberschülerin nun seit einem guten halben Jahr in einem Wiesbadener Versicherungsunternehmen eingesetzt. „Ich finde es toll, dass neben wirtschaftlichen Aspekten auch z.B. technische oder medizinische Kenntnisse sowie rechtliche Betrachtungen für die Bearbeitung erforderlich sind.“, konstatiert die Schülerin, die zu Beginn ihres Praktikums auch eher skeptisch war, ob ihr „die Versicherungsbranche etwas gibt“. Bisher war sie in den Bereichen eingesetzt, die sich um die Bearbeitung von KFZ-Schäden und die Risikoprüfung in der Lebensversicherung kümmern. Der verantwortliche Ausbilder ist ebenfalls zufrieden. Bleibt Jenny Höppner weiterhin mit Fleiß und Ehrgeiz bei der Sache, wird ihr ein Ausbildungsplatz in Aussicht gestellt, der in aller Regel zu einer Übernahme in ein reguläres Arbeitsverhältnis führt.
 
Eine wichtige Funktion in Sachen Aus- und Weiterbildung spielt außerdem das Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft (BWV). Mit spezifischen Bildungsangeboten wird der junge Mitarbeiter bereits von Beginn an begleitet und kann sich zielgerichtet auf die Ausbildung und die Prüfung vorbereiten. Auch nach der Ausbildung oder als Quereinsteiger mit Berufserfahrung stehen alle Wege nach „oben“ offen. Ein sehr durchlässiges branchenspezifisches Bildungssystem sorgt dafür, dass jeder seinen eigenen Weg der Qualifizierung finden kann. Dabei sind die Weiterbildungsangebote so ausgelegt, dass sie genau auf den Bedarf der Branche zugeschnitten sind, gleichzeitig aber auch übergreifende Kenntnisse vermitteln, um den Blick für das große Ganze zu erfahren.

Betrachtet man alleine schon den Studiengang zur/zum „Fachwirt/in für Versicherungen und Finanzen IHK“, so Michael Groß, Geschäftsführer des BWV Rhein-Main, „bewegt dieser sich auf einem Niveau, bei dem sich manch anderer berufsbegleitende Studiengang eine Scheibe abschneiden kann.“ Dabei steht zusätzlich die Praxisorientierung im Fokus. „Handlungs- und Kompetenzorientierung sind das A & O der beruflichen Aus- und Weiterbildung, auf die die Versicherungsbranche großen Wert legt“, so Groß. Einen Standortvorteil bietet das Rhein-Main-Gebiet auch für besonders gute und ehrgeizige Absolventen mit (Fach-)Hochschulreife. Seit fast fünf Jahren bieten einige Ausbildungsunternehmen ein ausbildungsintegriertes Studium in Kooperation mit dem BWV an. Hierbei bilden die Parallelität der Ausbildung zur/zum Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen mit dem vollwertigen und akkreditierten Studium zum Bachelor of Science in Insurance and Finance an der Hochschule Rhein-Main eine Symbiose, die nach sechs Semestern eine Doppelqualifikation aufweist. Die Nachfrage der Unternehmen an dieser attraktiven Art der Qualifizierung steigt dabei stetig, sind die Absolventen doch frühzeitig für höher qualifizierte Aufgaben einsetzbar.

Viele Wege und Chancen für eine zukunftsorientierte Tätigkeit mit immer neuen Herausforderungen stehen also offen. Diese müssen nur wahrgenommen werden.

Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft (BWV) Rhein-Main e.V.
Eleonore-Sterling-Straße 53, 60433 Frankfurt
Telefon 0 69/3 53 50 02-0
Telefax 0 69/3 53 50 02-19
E-Mail rhein-main@bwv-online.de
www.bwv-online.de/rhein-main
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