Stadt/LK Offenbach am Main | 01.12.2011

EVO-Windpark in Kirchberg. Foto: EVO
Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) und die Sparkasse Langen-Seligenstadt legen erstmals einen gemeinsamen Sparbrief auf, mit dem die Bürger direkt in erneuerbare Energien investieren können. Bei dem „Klima-Sparbrief“ handelt es sich um eine Anlageform mit einer festen Verzinsung von drei Prozent pro Jahr und einer Laufzeit von fünf Jahren. Das Geld fließt in die Finanzierung des neuen EVO-Windparks in Kirchberg. In der Hunsrückgemeinde entsteht derzeit der größte Windpark im Südwesten Deutschlands – 23 moderne Windräder des Herstellers Enercon sollen Ökostrom für 35.000 Haushalte erzeugen. Die offizielle Eröffnung des Parks ist für Frühsommer 2012 vorgesehen.
„Mit unserem Klima-Sparbrief können die Bürger die Energiewende in der Region unterstützen und einen attraktiven Zinssatz erzielen“, urteilt der Vorstandsvorsitzende der EVO, Michael Homann. Die Sparkasse stellt der EVO die angelegten Gelder zur Verfügung; die EVO wiederum finanziert mit dem Sparbrief einen Teil der Investitionskosten des Windparks. Nach Worten des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Jürgen Kuhn, gilt das Angebot von heute an bis einschließlich Ende Januar 2012. Gezeichnet werden kann der „Klima-Sparbrief“ in allen Filialen der Sparkasse Langen-Seligenstadt sowie online unter der Webadresse „sls-direkt.de/klimasparbrief“.
Das Gesamtvolumen des Sparbriefs beträgt fünf Millionen Euro. Jeder Anleger kann zwischen 1.000 und 50.000 Euro zeichnen. Der Kunde ist mit seiner Anlagesumme fünf Jahre fest gebunden, die Zinsen werden jährlich ausgeschüttet. Kuhn unterstreicht die Zuverlässigkeit des Produkts: „Wir bieten eine hundertprozentige Sicherheit.“ Zudem fielen weder bei Erwerb noch für die Kontoführung Kosten oder Gebühren an. Ihm zufolge haben die Kunden der Sparkasse verstärkt den Wunsch nach Anlageformen in erneuerbare Energien geäußert. „Die Menschen wollen Verantwortung für die Umwelt übernehmen und in eine gute Sache investieren.“ Deshalb habe sein Institut jetzt den Klima-Sparbrief mit der EVO aufgelegt.
In den nächsten drei Jahren will die EVO rund 150 Millionen Euro in erneuerbare Energien investieren. Das Geld fließt vor allem in die Windkraft. Dadurch kann die EVO künftig ihre Privat- und Geschäftskunden vollständig mit selbst erzeugter Energie versorgen.

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