LK Groß-Gerau | 01.09.2009
Die Süwag Energie AG hat heute ihr Konzept einer neuen Versorgungsgesellschaft vorgestellt. Danach ist für die „Modellregion Groß-Gerau“ die Gründung der Versorgungsgesellschaft „Neue Energie Groß-Gerau GmbH vorgesehen, an der neben der Süwag Energie vor allem die Städte und Gemeinden des Kreises maßgeblich beteiligt werden.
Das neue Kooperationsmodell ermöglicht eine besondere Form des kommunalen Einflusses auf die Energieversorgung und sichert die lokale Wertschöpfung..Städte und Gemeinden im Kreis Groß-Gerau können so direkt am wirtschaftlichen Erfolg partizipieren.
„Als zuverlässiger Partner für eine regionale und dezentrale Energieversorgung haben wir ein Konzept zur Stärkung der kommunalen Beteiligung an der Energieversorgung entwickelt. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden des Kreises Groß-Gerau möchten wir dieses Konzept jetzt umsetzen – hier, in einer innovativen Region mit Modellcharakter“, so Dr. Klaus-Peter Balthasar, Vorstandsvorsitzender, Süwag Energie AG.
„Die Wahl ist auf den Kreis Groß-Gerau gefallen wegen seiner zentralen Lage in der Rhein-Main-Region. Urban und ländlich zugleich, eine moderne Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft, entschieden ökologisch orientiert, in der Menschen verschiedenster Herkunft und Kulturen miteinander leben, lernen und arbeiten. Kurz: Vielfalt als Bereicherung – kennzeichnend für die Städte und Gemeinden des Kreises Groß-Gerau, eben für eine Region mit Modellcharakter“, erläutert Jürgen May, regionaler Koordinator für die Region Groß-Gerau.
Konkret sieht das jetzt vorgestellte Konzept ein Kooperationsmodell vor, wonach sich Städte und Gemeinden durch Einbringung von Kapital an einer neuen, kommunalen Versorgungsgesellschaft beteiligen. Ebenfalls an der Gesellschaft beteiligt, stellt die Süwag Energie hier die kaufmännische und technische Betriebsführung. Die neue Versorgungsgesellschaft soll zunächst die klassischen Funktionen einer Netzgesellschaft übernehmen. Zusätzlich soll in der Modellregion der Ausbau regenerativer Energien im Bereich der Erzeugung entscheidend vorangetrieben werden.
Die Konzessionsverträge sind zwischen den Städten und Gemeinden und der Versorgungsgesellschaft zu schließen. Damit wird der kommunale Einfluss auf die Energieversorgung erweitert. Langfristige Investitionen zum Ausbau und zur Qualitätssicherung der Energie-Infrastruktur können mitbestimmt werden. Ein weiteres Plus: Die Schaffung von Arbeitsplätzen und Beschäftigung in der Region – und damit die Sicherung künftiger Gewerbesteuereinnahmen.
Das jetzt vorgestellte Konzept schafft die Basis für mehr Wertschöpfung auf lokaler Ebene und stärkt die Selbstbestimmung von Städten und Gemeinden. . Und: Die Weichen für den Ausbau regenerativer Energien und damit für eine lokale Energieversorgung werden gestellt.

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