Kreissparkasse Groß-Gerau

Unternehmensgründung: „Selbst“ und „ständig“ arbeiten?

LK Groß-Gerau | 28.11.2011

Existenzgründung - Frauen berichten, T. Erckmann (Kreissparkasse), S. Schöpf, M. Kühner (Wirtschaftsförderung GG), S. Theisen-C T. Erckmann (Kreissparkasse), S. Schöpf, M. Kühner (Wirtschaftsförderung GG), S. Theisen-Cannibol, J. Maul, J. Brömmel (Kr.SpK)

„Ideen zünden – Frauen gründen“. Frauen berichten unter diesem Motto in Groß-Gerau von ihren Unternehmensgründungen und dem Alltag als Selbstständige.

„Ideen zünden – Frauen gründen“. Unter diesem Motto kamen im Rahmen der Gründerwoche Deutschland gut fünfzig potenzielle Existenz-Gründerinnen in Groß-Gerau zusammen. Eingeladen hatten die Kreissparkasse und der Kreis Groß-Gerau. Ihr Ziel: „Wir wollten den anwesenden Frauen die Möglichkeit geben, das Thema Existenzgründung aus ganz verschiedenen Sichtweisen kennenzulernen.“ Das erklärte Timo Erckmann, der Leiter des Firmenkundencenters der Sparkasse.

Groß-Gerau fördert Existenzgründerinnen – mit Erfolg!

Margit Kühner von der Wirtschaftsförderung des Kreises verwies auf eine aktive Wirtschaftsförderung mit speziellen Seminaren für Frauen. Diese werden seit 1997 angeboten und wurden seitdem von rund 800 Frauen genutzt. „Die erfolgreichen Unternehmensgründungen von Frauen im Kreis Groß-Gerau kommen aus diesen Seminaren.“ Mit der „Kompass-Beratung“ biete man einen Leitfaden als Handwerkszeug für den Weg in die Selbstständigkeit, und das mit Erfolg: „Die Bilanz von Frauengründungen im Kreis Groß-Gerau ist überdurchschnittlich gut. Kleinst- und Kleinunternehmen werden wir auch in Zukunft weiter fördern.“

Selbstständig arbeiten oder selbst ständig arbeiten?

Die beiden Unternehmerinnen Susanne Schöpf und Susanne Theisen-Cannibol gewährten anschließend praxisnahe Eindrücke in den Gründungsprozess. Zudem berichtete sie vom beruflichen Alltag von selbstständigen Frauen. Susanne Schöpf, die Leiterin des Studienkreises Rüsselsheim, steht auch nach einem Jahr Selbstständigkeit immer noch vor neuen Herausforderungen. Dabei gingen ihrer Gründung intensive Vorüberlegungen voraus. Und bei der Erstellung des Businessplans und den Bankgesprächen gab es Unterstützung durch eine Unternehmensberaterin. Das Fazit ist aber positiv und hat alle Erwartungen übertroffen: „Selbstständigkeit - das heißt, ich arbeite selbst und ständig, sammele jedoch auch ständig wertvolle Erfahrungen für mich selbst“, so ihr optimistisches Resümee.

Existenzgründerinnen raten: Verbündete suchen!

Die in Kelsterbach ansässige freiberufliche Kommunikationsberaterin Susanne Theisen-Cannibol arbeitete in der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens. Dann entschied sie sich für die Selbständigkeit. Für sie liegen die Vorteile hier darin, ihre Stärken besser ausleben und eine höhere Effizienz erreichen zu können. „50 bis 60 Stunden in der Woche Arbeitszeit sind normal“, erzählt sie, „aber ich kann so arbeiten, wie es meine Kraft mir ermöglicht.“ Wichtig sind auch persönliche Netzwerke: „Versuchen Sie Verbündete zu finden: Es gibt nicht nur einen Weg“, so ihr Rat an alle Frauen, die sich für eine Selbstständigkeit entscheiden.

Es kommt oft anders, als man denkt

Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz der Veranstaltung, die in den Räumen der Kreissparkasse stattfand: „Vor allem die Praxisberichte waren sehr spannend. Im Leben kommt es doch oft anders, als man es sich vornimmt“, so Timo Erckmann, Margit Kühner und der bei der Sparkasse für Existenzgründungen zuständigen Johannes Brömmel.