Main-Kinzig-Kreis | 10.11.2011
Bluthochdruck: Herz, Hirn, Gefäße und Niere stehen unter Druck. Das Klinikum Hanau warnt im Rahmen der Herzwochen vor den Gefahren.
Rund 35 Millionen Menschen in Deutschland sind von hohem Blutdruck betroffen. Dabei ist zu hoher Blutdruck der häufigste Risikofaktor für Herz- und Gefäß-Erkrankungen. Doch Bluthochdruck verursacht oft jahrelang keine Beschwerden. Deswegen wissen Millionen von Menschen nicht von ihrer Erkrankung und den Gefahren, die damit einhergehen. Deshalb veranstaltet die Deutsche Herzstiftung vom 1. bis 30. November die bundesweiten Herzwochen zum Thema "Herz unter Druck".
Herzwochen in Hanau: „Herz unter Druck“
In Hanau werden die Herzwochen vom Klinikum Hanau, dem St. Vinzenz Krankenhaus und einem niedergelassenen Kardiologen ausgerichtet. Highlight bisher war das Herzseminar am Mittwoch, den 9. November. Die Veranstaltung mit dem Thema „Bluthochdruck: Herz, Hirn, Gefäße und Niere unter Druck!" wurde vom kardiologischen Chefarzt des Klinikums Hanau Priv.-Doz. Dr. Christof Weinbrenner moderiert. Ihm zur Seite stand der Ärztliche Direktor Dr. Wolfgang Dembowski des St. Vinzenz-Krankenhauses. Schirmherr ist Oberbürgermeister Claus Kaminsky.
40 Prozent aller Erwachsenen haben Bluthochdruck
Chefarzt Dr. Weinbrenner warnt: „Bluthochdruck kann schwerwiegende Folgen haben, wenn er unbehandelt bleibt". Es drohen Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Herz-Rhythmus-Störungen, Nieren-Erkrankungen oder Erblindung. Trotzdem weiß nur einmal die Hälfte aller Menschen mit hohem Blutdruck von ihrer Erkrankung. Und lediglich ein Viertel wird entsprechend behandelt. Dabei haben zirka 30-40 Prozent aller erwachsenen Menschen einen erhöhten Blutdruck. Im hohen Alter sind es sogar 80 Prozent. Denn der Blutdruck steigt im Laufe des Lebens, da die Gefäße ihre Elastizität verlieren.
Was ist Bluthochdruck?
Bluthochdruck bedeutet, dass bei verschiedenen Messungen an unterschiedlichen Tagen ein Blutdruck über 140/90 mmHg gemessen wurde. Die Behandlung eines solchen hohen Blutdrucks stützt sich auf zwei Säulen: „Bei mäßigem bis mittelschwerem Bluthochdruck kann schon die Veränderung des Lebensstils helfen, bei höheren Werten muss zusätzlich eine medikamentöse Therapie eingeleitet werden" erklärt Dr. Weinbrenner.
Jährliches Herzseminar im Klinikum Hanau
Das Herzseminar wird jedes Jahr von der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Nephrologie und Internistische Intensivmedizin des Klinikums Hanau veranstaltet. Das Seminar findet in Kooperation mit dem St. Vinzenz-Krankenhaus und einem niedergelassenen Facharzt statt. Der Ärztliche Direktor des Klinikums Hanau Dr. André Michel freut sich „über das Engagement der Beteiligten und die gelebte gute Zusammenarbeit der regionalen Gesundheitsversorger, die sich auch am Beispiel Herzwochen zeigt.“
Aktionswochen der Deutschen Herzstiftung
Ziel der Aktionswochen der Deutschen Herzstiftung ist es, über die Gefahren des Bluthochdrucks zu informieren. Es ist wichtig, regelmäßige Blutdruckmessung durchführen zu lassen. Die Deutsche Herzstiftung hat begleitend zu den Herzwochen 2011 eine neue Broschüre "Bluthochdruck heute" herausgebracht. Sie informiert über Lebensstil, Medikamente und neue Verfahren. Der Band ist gegen drei Euro in Briefmarken bei der Deutschen Herzstiftung erhältlich.
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