Fachliche und soziale Kompetenzen gefordert

Industriepark Wolfgang begrüßt 98 neue Azubis

Main-Kinzig-Kreis | 12.09.2011

Die Gruppe der 98 neuen Azubis begrüßte das Evonik Bildungszentrum Rhein-Main  zum Start des Ausbildungsjahres 2011. Das Bild ze
Foto: Industriepark Wolfgang GmbH

Im Industriepark Wolfgang hat das neue Ausbildungsjahr begonnen. Beim größten Ausbilder der Region beginnen 98 junge Leute ihr Berufsleben. Zusammen mit den Eltern kamen die Schulabgänger zu einer Einführungsfeier in das Evonik Bildungszentrum Rhein-Main. In den dortigen Werkstätten, Laboratorien und Technika werden sie einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, bevor sie nach der Grundlagenschulung erste Erfahrungen in den Unternehmen am Standort sammeln.

Das Evonik-Bildungszentrum betreut in Hanau-Wolfgang die Nachwuchskräfte für das global tätige Spezialchemieunternehmen Evonik Industries, den belgischen Materialtechnikspezialisten Umicore und den Dentaltechnikspezialisten DeguDent. „Die Ausbildung, die Sie bekommen, orientiert sich an den Aufgaben der Unternehmen hier im Park. Damit haben Sie vielfältige Perspektiven“, sagte der Leiter des Bildungszentrums, Klaus Lebherz.

Beste Auszubildende Hessens

Die Anforderungen an die Jugendlichen seien hoch, spornten aber auch zu Leistung an. Als Beispiel nannte Lebherz die Auslerner des Sommers 2011. Aus ihren Reihen kommt mit Meike Weigel die beste Auszubildende Hessens im Berufsbild Chemielaborant. Weigel ist eine der zwölf Sommer-Auslerner des Bildungszentrums, die ihre Prüfung mit der Gesamtnote Eins abschlossen. Die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern zeichnete sie Ende August für diese außerordentliche Leistung im Rahmen der Bestenehrung aus.

Dass die Unternehmen am Standort über die fachliche Qualifikation hinaus auch soziale Kompetenzen wertschätzen, betonte Standortleiter Dr. Gerhard Haubrich: „Das Soziale, das menschliche Miteinander und Ihr persönliches Engagement zählen.“ Die fundierte Ausbildung sei der erste Karriereschritt, dem im Zuge lebenslangen Lernens viele folgen könnten.

 Berufsfeld Chemie an der Spitze

Die größte Gruppe der Auszubildenden entschied sich für einen naturwissenschaftlich-technischen Beruf. Von den 98 Startern werden 36 Chemielaborant oder Chemikanten. Auf Metall- und Elektroberufe kommen 24, auf die kaufmännischen Berufe 27 neue Auszubildende. Die Liste runden drei Fachinformatiker und zwei Restaurantfachkräfte ab. Hinzu kommen zehn Abiturienten, die ein duales Bachelor-Studium aufnehmen.

 Verbundausbildung für Firmen in der Region

Über die Ausbildung der eigenen Nachwuchskräfte hinaus vermittelt das Bildungszentrum Rhein-Main auch Azubis anderer Unternehmen aus der Region Grundwissen. Seit mehr als 15 Jahren kommen regelmäßig bis zu 25 „Fremdazubis“ nach Wolfgang, um ihre Grundausbildung in Metall-, Elektro- und Chemieberufen zu absolvieren. Ihnen vermitteln die Fachleute des Bildungszentrums die beruflichen Qualifikationen, die kleinere Unternehmen aus Kapazitätsgründen oft nicht anbieten können. Zum Ausbildungsbeginn 2011 begrüßte das Bildungszentrum wieder 25 junge Leute aus zwölf verschiedenen Unternehmen der Region.

Evonik bildet mehr aus

Insgesamt rund 530 junge Menschen haben in diesen Tagen eine Ausbildung bei Evonik Industries begonnen. Das sind rund elf Prozent mehr als im Vorjahr. An 23 Standorten bundesweit erlernen die Nachwuchskräfte Berufe wie Anlagenmechaniker, Chemielaborant, Koch oder Industriekaufmann. Insgesamt bildet Evonik derzeit fast 2.100 Schulabgänger in mehr als 30 anerkannten Ausbildungsberufen aus. Das entspricht einer unternehmensweiten Ausbildungsquote von rund neun Prozent und liegt damit deutlich über der Ausbildungsquote von sechs Prozent in Deutschland insgesamt (Ende 2010).

Informationen über Ausbildungsplätze 2012 in Hanau-Wolfgang gibt es im Internet unter http://corporate.evonik.de/de/karriere/ausbildung/standorte/pages/default.aspx und unter http://www.facebook.com/pages/Evonik/190903860926204

 

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