Kreiswerke Main-Kinzig

Kreiswerke Main-Kinzig weihen Strom-Tankstelle ein

Main-Kinzig-Kreis | 05.12.2011

Kreiswerke Main-Kinzig, Einweihung der 3. Strom-Tankstelle: (vorne) B. Schneider, E. Pipa, (hinten) A. Weiher, F. Bott Kreiswerke Main-Kinzig, Einweihung der 3. Strom-Tankstelle: (vorne) B. Schneider, E. Pipa, (hinten) A. Weiher, F. Bott

Die Kreiswerke Main-Kinzig haben die dritte Strom-Tankstelle eingeweiht. Bei dieser kann nun kostenlos Öko-Strom getankt werden.

Ende November war es so weit. Landrat Erich Pipa und Bernd Schneider, Geschäftsführer der Kreiswerke Main-Kinzig, weihten die neue Strom-Tankstelle ein. Die Strom-Tankstelle ist bereits die dritte der Kreiswerke Main-Kinzig. Sie befindet sich in Wächtersbach. Ebenfalls anwesend bei der Einweihung waren Bürgermeister Rainer Krätschmer und Erster Stadtrat Andreas Weiher. Darüber hinaus war Globus-Geschäftsleiter Frank Bott anwesend. In Zukunft können Besitzer von Elektromobilen bei Globus kostenlos den Öko-Strom der Kreiswerke Main-Kinzig tanken.

Kostenlos Öko-Strom der Kreiswerke Main-Kinzig tanken

Ende 2010 wurde am Verwaltungssitz in der Barbarossastraße in Gelnhausen die erste Strom-Tankstelle errichtet. Die zweite ging im März bei Möbel-Höffner in Gründau in Betrieb. Jetzt gibt es in Wächtersbach eine weitere Möglichkeit, Elektrofahrzeuge kostenlos mit dem Öko-Strom der Kreiswerke zu betanken. Für Landrat Erich Pipa ist dies ein Schritt in die richtige Richtung: „Der Automobilmarkt ist im Aufbruch. Derzeit stehen wir nicht nur an der Schwelle zur Energiewende, sondern auch am Anfang eines neuen Mobilitäts-Zeitalters. Die Bundesregierung hat das Ziel formuliert, bis 2020 einen Marktanteil von einer Million Elektrofahrzeugen zu erreichen. Bis 2030 sollen sechs Millionen E-Automobile auf Deutschlands Straßen fahren. Doch das Konzept geht erst auf, wenn wir auch die erforderliche Infrastruktur zum Beladen der Fahrzeuge schaffen. Und das konsequenter Weise durch Erneuerbare Energien.“

Kreiswerke Main-Kinzig sind auf dem richtigen Weg

Auch Wächtersbachs Erster Stadtrat Andreas Weiher zeigte sich erfreut über den Weg, den die Kreiswerke einschlagen. „Bisher ist der Anteil der regenerativen Energien im Verkehrssektor mit rund 8 Prozent bereits auf einem guten Weg“, so Weiher. „Dass sich die Kreiswerke im Main-Kinzig-Kreis in diesem Marktsegment engagieren, zeigt für mich ihre Innovationsbereitschaft. Aber auch ihr Verantwortungsgefühl für die Region und unsere Umwelt“, betont auch Bürgermeister Rainer Krätschmer. Bernd Schneider, Geschäftsführer der Kreiswerke, sieht im Ausbau der Elektromobilität ebenso einen zukunftsträchtigen Markt.

Gute Klimabilanz für die Kreiswerken Main-Kinzig

Für die Klimabilanz von Elektro-Fahrzeugen sei es entscheidend, woher der Strom zur Fortbewegung stamme. Seien erneuerbare Energien die Grundlage, fielen rechnerisch nur etwa fünf Gramm CO2 je Kilometer an. Dies sei ein Dreißigstel dessen, was ein durchschnittliches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor abgebe, so Schneider. „Außerdem werden erhebliche Mengen an Kohlenmonoxid und Stickstoffoxid eingespart“, erläutert der Geschäftsführer. Daher wird auch die neue Strom-Tankstelle bei Globus zu 100 Prozent mit dem aus Wasserkraft erzeugten Grünstrom „ÖkoPower“ der Kreiswerke gespeist. Um die Marktentwicklung zu fördern, bieten die Kreiswerke Main-Kinzig den Strom dort zunächst kostenlos an.

Reichweiten-Problematik bei Elektro-Fahrzeugen

Die Reichweite von Elektrofahrzeugen ist in erster Linie abhängig von der Speicherkapazität der Batterie. Die derzeit auf dem Markt befindlichen Fahrzeuge können mit den heutigen Akkus etwa 100 bis 150 Kilometer fahren. Laut zahlreichen Umfragen weltweit sind die Reichweiten-Problematik und die damit verbundene Reichweiten-Angst die größten Probleme der Elektromobilität. Deshalb nehmen die Kreiswerke am Verbund „Park and Charge“ teil. Dieser ermöglicht via Internet den Zugang zu allen angeschlossenen Strom-Tankstellen in Deutschland,  Österreich, der Schweiz und Frankreich.

Neue Elektro-Autos braucht das Land

Begeistert von dem Konzept zeigte sich auch Frank Bott: „Da der Ladevorgang je nach Technik durchaus längere Zeit in Anspruch nehmen kann, stellt unser Gelände einen guten Standort dar. Denn hier bieten sich den Tankkunden zur Überbrückung der Ladezeit attraktive Einkaufs- und Verweilmöglichkeiten“. Bernd Schneider bedankte sich bei Bürgermeister Rainer Krätschmer und Geschäftsleiter Frank Bott für die gute Kooperation. Denn die neben der Trafostation der Kreiswerke gelegene Aufstellfläche für die Strom-Tankstelle sowie die erforderlichen Parkplätze wurden den Kreiswerken zur kostenlosen Nutzung überlassen. Mit vor Ort war auch das erste Elektroauto im Fuhrpark der Kreiswerke, ein Mitsubishi „i-MiEV“. Der kleine umweltfreundliche und geräuschlose Flitzer im flotten Design wird auf Herz und Nieren getestet und ist mit zu Kundenbesuchen unterwegs. Ein echtes Highlight war ebenfalls bei der Einweihung zugegen: Die Kreiswerke präsentierten in Kooperation mit dem Opel-Konzern den neuen Opel Ampera – ein Elektroauto, das Ende 2011 auf den deutschen Markt kommen wird.