Karstadt

ECE kauft Karstadt-Haus in Mainz

Mainz / M. Bingen | 11.07.2011

ECE Projektentwicklung, Bild: ECE
ECE Projektentwicklung, Bild: ECE

Das Mainzer Karstadt-Haus ist an ECE verkauft. Dies meldete der ECE-Konkurrent Multi Development, der bis zuletzt darum gekämpft hatte.

Der ECE-Konkurrent Multi Development hatte bis zuletzt darum gekämpft, die Projektentwicklung in Mainz zu übernehmen. Laut Informationen der AZ hat das Immobilienkonsortium Highstreet das Mainzer Warenhaus an ECE zusammen mit zwei weiteren Karstadt-Häusern in Leonberg und Nürnberg veräußert.

Multi Development von ECE geschlagen

Multi Development hatte früh den Verkauf des Karstadt-Hauses in Mainz öffentlich gemacht. Offen äußerte der niedergeschlagene ECE-Konkurrent sich in der AZ zu dem Ausgang. „Multi Development hat diese, nicht in der Entwicklung des Standortes Mainz begründete Entscheidung zu respektieren und bedauert, dass offenbar der unter handels- und städtebaulichen Gesichtspunkten weniger geeignete Ansatz zur Realisierung kommen wird." Die Kritik am siegreichen Investor-Konkurrenten ECE ist dabei deutlich.

Karstadt-Haus: Sieg der Unvernunft?

„Wir danken unseren Gesprächspartnern bei der Firma Karstadt und der Stadt Mainz für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit und hoffen, dass sich für die Stadt und für Karstadt trotz unserer Nichtberücksichtigung noch ein vernünftiges Realisierungskonzept finden lässt", sagte Axel Funke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Multi Development Germany GmbH gegenüber der AZ. Dass über den Verkauf mehrerer Immobilien im Paket verhandelt worden sei, sei Multi Development nicht bekannt gewesen.

Verwirrung bei Verantwortlichen

Ähnlich äußerte sich auch der Mainzer Karstadt-Geschäftsführer Jörg Walloschek gegenüber der AZ: „Diese neue Entwicklung kenne ich nicht. Dazu kann ich erst einmal gar nichts sagen." Erst vor wenigen Tagen hatte sich Karstadt in Mainz für Multi Development als Projektentwickler starkgemacht. Highstreet reagierte schon damals entschlossen. Nicht der Mieter, sondern der Eigentümer entscheide über den Verkauf der Immobilie.

ECE baut Mega-Einkaufszentrum

Künftig wird also ECE das Einkaufszentrum bauen und betreiben. Für Mainz bedeutet das im Klartext die weitaus aufwendigere Lösung. Allein das Investitionsvolumen beträgt rund 250 Millionen Euro.

Einkaufszentrum statt kirchlicher Immobilien?

Multi Development hätte eine Gesamtverkaufsfläche von 25.000 qm nutzen wollen mit Karstadt im Mittelpunkt. ECE hingegen will eine Gesamtverkaufsfläche von 30.000 qm. Rund 90 Shops sollen neben Karstadt dort Platz finden. Zudem soll laut Angaben der AZ die „Gutenberg-Galerie" bis zur Weihergartenstraße ausgedehnt werden.Wie die AZ berichtete, will allerdings das Bistum kirchliche Immobilien in der Fuststraße und in der Eppichmauergasse nicht für ein Einkaufszentrum verkaufen.

Stadt Mainz freut sich

Die Stadt Mainz freute sich unterdessen über die Entscheidung. Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte (FDP) erklärte, dass durch die Entscheidung für einen Investor endlich feststehe, welchen Ansprechpartner die Stadt habe. Damit werde es einfacher, alle bislang in der Öffentlichkeit diskutierten Fragen zu klären. Auch Lösungen können dadurch schneller gefunden werden, so der Wirtschaftsdezernent.

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