Flugplatz Mainz Betriebsgesellschaft

Mainz: 890.000 Euro für den Traum vom Fliegen

Mainz / M. Bingen | 29.06.2011

Kontrollzentrum in Finthen, Foto: hbz, Stefan Sämmer
Kontrollzentrum in Finthen, Foto: hbz, Stefan Sämmer

„Die Fliegerei nimmt Menschen völlig in Anspruch. Man vergisst alle finanziellen oder privaten Probleme.“ Damit das weiter so bleibt, hat man in Mainz 890.000 Euro in einen neuen Tower investiert.

Für Thilo Schmidt-von Hülst, Geschäftsführer der Flugplatz Mainz Betriebsgesellschaft (FMBG) in Finthen hat Fliegen einen besonderen Reiz. „Sobald man in die Luft kommt, verändert sich die Welt. Die Fliegerei nimmt Menschen völlig in Anspruch. Man vergisst alle finanziellen oder privaten Probleme.“ Damit das in Mainz so bleibt, investierte man 890.000 Euro in einen neuen Kontrollturm.

Mehr Sicherheit auf dem Flughafen Mainz

890.000 Euro hat der neue Kontrollturm auf dem Flughafen in Mainz-Finthen gekostet. Die Kosten für den neuen Kontrollturm der FMBG haben sich die Landesregierung und der Luftfahrtverein (LFV) geteilt. Investiert wurde in den neuen Kontrollturm in Mainz aus Sicherheitsgründen. Es käme immer wieder vor, dass Hunde oder Radfahrer auf dem 100 Hektar großen Areal unterwegs seien.

Technisch ausgereift

Auch die technische Ausrüstung sei vorher unzulänglich gewesen. Mit neue Kameras und Messgeräten hat sich die Sicherheit auf der Start- und Landebahn nun enorm erhöht. Der Tower dient dem Piloten als Informationszentrale, von ihm bekommt er Anweisungen, wie und wo er zu landen hat.

Flughafen Mainz-Finthen wurde kaum geduldet

Der vorherige Kontrollturm in Mainz-Finthen wurde im Jahr 1956 gebaut. Mehr als ein auf eine Gaststätte aufgesetztes Provisorium war er nicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Fliegen in Deutschland nicht gestattet. Erst Anfang der 50er Jahre wurde Fliegen in Deutschland wieder zugelassen. Damals wurde auch der LFV Mainz 1955 neu gegründet. Man sei, sagt Schmidt-von Hülst der Allgemeinen Zeitung, am Anfang nur geduldet worden.  Als die Amerikaner dann 1994 abzogen, lautete die entscheidende Frage: Wer betreibt den Flughafen weiter? Der LFV sprang in die Bresche, damit die Genehmigung nicht verfiel. 2007 wurde dann die Verwaltung des Platzes in eine GmbH übertragen.

Das Geschäft floriert

Jetzt floriert das Geschäft. „Grund ist unsere zentrale Lage im Rhein-Main Gebiet“, erklärt der Geschäftsführer. „Insbesondere nach der Wende stieg die Nachfrage enorm, denn die Straßen im Osten waren katastrophal. Wir mussten hauptamtliche Flugleiter einstellen.“
2010 gab es laut Allgemeine Zeitung 23.627 Flugbewegungen.

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