Mainz / M. Bingen | 01.08.2011

Kameraauto von Navteq für Microsoft Streetside
Die Widerspruchsfrist gegen Microsoft’s „Streetside“ hat begonnen. Bürgerinnen und Bürger können sich jetzt dagegen wehren, dass ihre Häuser im Internet zu sehen sind.
Nach Google „Street View“ kommt jetzt Microsoft mit „Streetside“. Nachdem zuerst Google in ganz Deutschland Aufnahmen von Straßen und Häusern gemacht hat, kommt jetzt Microsoft. Für sein Projekt „Streetside“ macht der US-amerikansiche Konzern 360-Grad-Aufnahmen von Städten in Rheinland-Pfalz. Microsoft bietet auf freiwilliger Basis die befristete Möglichkeit zur Einlegung eines Widerspruchs gegen die Veröffentlichung von Außenansichten von Häuserfronten vor deren Veröffentlichung in seinem Geodatendienst Bing Maps Streetside.
Vorab-Widerspruch gegen „Streetside“
Microsoft stellt schon jetzt online ein Formular bereit, mit dem ein so genannter Vorab-Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bilder bei „Streetside“ möglich ist. Nach Angaben des SWR, plant Microsoft ab dem Herbst seine „Streetside“-Aufnahmen aus Deutschland zu veröffentlichen.
Microsoft beugt sich dem Druck
„Wir respektieren den Wunsch mancher Bürger, sich präventiv gegen die Veröffentlichung von Fotos ihrer Häuser im Internet zu wenden. Daher werden wir ab dem 1. August 2011 ein Formular bereitstellen, mit dem es jeder Privatperson möglich ist, ihre Häuserfassade unkenntlich machen zu lassen”, erklärt Severin Löffler, Senior Director Legal and Corporate Affairs bei Microsoft Deutschland. Laut Microsoft werden ähnlich wie bei Google „Street View“ bei den Aufnahmen Gesichter und Autokennzeichen unkenntlich gemacht.
Frist für Vorab-Widerspruch läuft
Wie der SWR berichtet, liegen Microsoft Deutschland eigenen Angaben zufolge bereits rund 500 Widerspruchs-Schreiben vor. Microsoft betonte, so der SWR, dass diese Widerspruchs-Schreiben nicht ignoriert werden würden. Vorab-Widerspruch können Bürgerinnen und Bürger noch bis Ende September einlegen.
Rhein-Main im Fokus von „Streetside“
Für Microsoft ist die Firma Navteq in Deutschland unterwegs um die Straßen-Aufnahmen zu machen. Seit Anfang des Jahres fährt Navteq für Microsoft „Streetside“ durch deutsche Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Dort werden Straßenzüge und Häuser abgelichtet. Das Bildmaterial soll dann digital zusammengefügt und mit den Daten des Microsoft Karten-Dienstes Bing Maps verknüpft werden.
Navteq macht Aufnahmen in Mainz
Bereits jetzt im August wird Microsoft auch in Rhein-Main unterwegs sein. Die Landeshauptstadt Mainz steht ganz oben auf der Liste der Navteq-Kameraautos. Andere große Städte der Rhein-Main-Region sollen bis Oktober für Microsoft „Streetside“ abgelichtet werden. Interessierte können auf der Microsoft Homepage nachlesen, wann Navteq in ihrer Stadt unterwegs ist.
Das Formular zum Vorab-Widerspruch gegen Microsoft „Streetside“ kann hier runtergeladen werden oder direkt hier online ausgefüllt werden.
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