EHEC

Absatzkrise durch EHEC: Entschädigung für Bauern?

MTK / HG | 15.06.2011

Gemüse im EHEC Verdacht. Bild: (c) fotolia.com
Gemüse im EHEC Verdacht. Bild: (c) fotolia.com

Die EHEC-Epidemie fordert viele Opfer. Besonders betroffen sind Gemüsebauern, die mit massiven Absatzproblemen zu kämpfen haben.

Nicht nur die EHEC-Krankheit bringt einen tödlichen Schaden mit sich. Auch die Folgen der EHEC-Epidemie für die Wirtschaft sind nun spürbar. Gemüsebauern in ganz Europa haben mit massiven Absatzrückgängen zu kämpfen.

Gemüse vernichten

Durch den Rückgang des Verzehrs von Gurken, Tomaten und Salat, gehen auch die Verkaufszahlen bei den Gemüsebauern zurück. Viele Gemüsebauern sind ohne eigenes Verschulden nun in eine Krise geraten. Da Gemüse nicht lange haltbar ist wie etwa Getreide, besteht für die Bauern keine lange Lagermöglichkeit. Die Folge ist die Vernichtung des unverkauften Gemüses etwa in Biogasanlagen.

210 Millionen Euro für Bauern

Wie der stern berichtet, wird  in der EU bereits über eine Entschädigungssumme für die von der EHEC-Krise betroffenen Bauern nachgedacht. Eine Summe von 210 Millionen Euro steht im Raum. Diese Summe scheint jedoch viel zu niedrig angesetzt. Der durch die EHEC-Epidemie entstandene Schaden ist weit größer. Aktuellen Zahlen des stern zufolge, wird wöchentlich mit 30 Millionen Euro gerechnet.

Volle Entschädigung gefordert

Aktuellen Informationen von agrarheute.com zufolge will die EU-Kommission 50 Prozent des durchschnittlichen im Juni gültigen Referenzpreises der Jahre 2007 bis 2010 zahlen. Gefördert wird die Marktrücknahme von Gurken, Tomaten, Salat, Zucchini und Paprika. Für Gurken wird eine fast vollständige Entschädigung der EU vorgesehen. Diese beläuft sich laut agrarheute.com auf ca 24 Euro pro Dezitonne. Für Tomaten stehen 33,20 Euro im Raum, für Salat 38,90 Euro.

Wer hat die EHEC-Absatzkrise verursacht?

Für die Landwirte ist die EHEC-Absatzkrise noch nicht gelöst. Sie fordern den vollen Ersatz des durch EHEC entstandenen Schadens. Christoph Nagelschmitz, Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauern, nimmt die Medien und das Robert-Koch Institut in die Kritik: „Die Gemüsebauern sind in die Absatzkrise gekommen, weil das Robert-Koch-Institut und die anderen amtlichen Stellen ständig vor dem Verzehr von rohen Tomaten, Gurken und Salat gewarnt haben“ (so Nagelschmitz gegenüber agrarheute.com).

 

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