Abschied

Gall verabschiedet die Frauenbeauftragte Christina Lampert in den Ruhestand

MTK / HG | 30.06.2010

Landrat Berthold Gall und Frauenbeauftragte Christina Lampert
Landrat Berthold Gall und Frauenbeauftragte Christina Lampert

Nach elf Jahren als Frauenbeauftragte ist Christina Lampert von Landrat Berthold Gall in den Ruhestand verabschiedet worden. „Es gibt einige gemeinsame Erfolge, auf die Frau Lampert und ich gleichermaßen stolz sind“, so Gall. Als Beispiel nannte er die vier Amtsleiterinnen, die mittlerweile in der Kreisverwaltung tätig sind. „Auch in der so genannten zweiten Reihe gibt es viele Frauen, die in den kommenden Jahren durchstarten werden.“

 

Lampert selbst bezeichnete die Tagesmütter-Qualifizierung als eine der wichtigsten Errungenschaften ihrer Zeit beim MTK. „Als ich vor elf Jahren anfing, gab es hier kaum eine Tagesmutter – aber der Bedarf war riesig“, berichtete sie. „Deshalb haben wir angefangen, Frauen für diese Aufgabe zu schulen.“ Heute ist der Bereich beim Jugendamt angesiedelt. Knapp 200 Tagesmütter sind bislang vom MTK qualifiziert worden.

 

Als weiteres Beispiel nannte Lampert die Einführung des „Girls’ Day“ im Landratsamt. „Im Brandschutzamt lernen die Mädchen zum Beispiel, mit dem Feuerlöscher umzugehen, in der IT schrauben sie einen Computer auf und mit den Kollegen vom Umweltamt fahren sie im Jeep durch den Regionalpark.“ So erhielten Mädchen einen Einblick in ganz verschiedene Bereiche der Kreisverwaltung.

Lampert selbst ist gelernte Medizinisch-Technische Assistentin. Sie kam 1993 als Sozialmedizinische Assistentin ins MTK-Gesundheitsamt. 1999 wurde sie schließlich interne Frauenbeauftragte und Mitarbeiterin der Gleichstellungsstelle. Nebenbei war sie immer ehrenamtlich tätig, etwa als Schiedsfrau in Wallau. Außerdem hat sie seit vielen Jahren einen Mikroskopierkurs an der Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel angeboten. Lampert ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne.

 

Im Ruhestand möchte sie sich weiter mit den Themen Gartenbau und Pflanzenzucht beschäftigen – um mehr über diese Themen zu erfahren, steht sie auch in stetem Kontakt mit dem Max-Planck-Institut. Viel Zeit werde sie aber auch im Saarland verbringen, so Lampert. „Meine Nichte in Saarbrücken hat sieben Kinder. Die rechnen jetzt fest mit häufigeren Besuchen von ihrer Großtante.“

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