MTK / HG | 16.06.2011
Schock bei IKEA Deutschland: Ein Sprengsatz ist in dem schwedischen Einrichtungshaus noch während der Öffnungszeiten explodiert und hat zwei Kunden verletzt. Vom Täter fehlt bislang jede Spur.
Bisher fielen Filialen in Belgien, Frankreich und den Niederlanden den Attentaten zum Opfer. Jetzt ist auch in einem deutschen IKEA Einrichtungshaus ein Sprengsatz detoniert. Kurz vor Ladenschluss ist bei IKEA in Dresden ein Sprengsatz in einer Schau-Küche explodiert. Die Polizei sucht nun fieberhaft nach dem Täter. Das Motiv des Bombenlegers ist bislang unklar. Auch, ob der Anschlag mit denen auf ausländische IKEA-Häuser in Verbindung steht.
IKEA Deutschland erhielt keinen Drohbrief
Bereits Ende Mai kam es zu Anschlägen auf IKEA Filialen. So sind Sprengsätze in IKEA-Häusern in Belgien, Frankreich und den Niederlanden detoniert. „Wir wissen nicht, ob es einen Zusammenhang gibt“, erklärte die Sprecherin von IKEA Deutschland, Sabine Nold. Die Kriminalpolizei ermittelt unterdessen fieberhaft. „Wir haben keine Drohung bekommen – weder in der Zentrale in Hofheim-Wallau, noch in dem betroffenen Einrichtungshaus.“ Erpressung scheint also nicht der Fall zu sein.
Für Kunden bestehe kein Grund zur Besorgnis
Die Deutschland-Zentrale von IKEA in Hofheim-Wallau rief alle Mitarbeiter nach den Explosionen zu erhöhter Wachsamkeit auf. Für die Kunden bestehe dennoch kein Grund zur Besorgnis, behauptete Nold. Alle IKEA-Filialen in Deutschland seien über die Vorfälle informiert. Alle Mitarbeiter seien zu höchster Wachsamkeit aufgerufen.
Sprengsatz explodiert bei IKEA
Die Explosion bei IKEA in Dresden geschah am Freitag gegen 19.45 Uhr. Eine 32 Jahre alte Frau und ihr 41-jähriger Begleiter erlitten von der Detonation einen Gehörschaden. Ein sogenanntes Knalltrauma. Die Explosion beschädigte den Fußboden und Ausstellungsstücke. Nach der Räumung des IKEA-Möbelhauses durchsuchten Spezialkräfte der Polizei das Haus. Sie setzten dabei auch fünf Sprengstoff-Suchhunde ein.
Weiterhin im Unklaren
Die Polizei untersucht unterdessen die Überreste des verwendeten Sprengsatzes. Erste Ergebnisse werden in wenigen Tagen erwartet. Dann könne man unter Umständen auch etwas über eine etwaige Verbindung mit anderen Taten sagen.
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